Die perfekte Skitour planen: So geht's!

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Die perfekte Skitour? Die gibt's nicht ohne die richtige Tourenplanung! Bei uns erfährst du, wie du unvergessliche Skitouren sicher planen kannst ...

Weil bei der Tourenplanung die Sicherheit Vorrang hat

Winterzeit ist Skitourenzeit! Bei all der Vorfreude auf traumhafte Touren durch herrliche Winterlandschaften darf ein Thema nicht zu kurz kommen: die Sicherheit. Denn eine perfekte Skitour ist selten Zufall. Vielmehr kommt es auf die richtige Planung an. Wir verraten, wie du unangenehme Überraschungen vermeidest und jede Skitour maximal genießt. Praktische Tipps inklusive!

1. Die Skitour planen

Der wichtigste Schritt in der Tourenplanung ist das Festlegen der sportlichen Zielsetzung, bestehend aus Aufstiegs- und Abfahrtsroute sowie dem Zeitplan.

Die Route

Zur Bestimmung der Route kann eine Vielzahl von Quellen herangezogen werden, etwa gedruckte Karten, Tourenführerliteratur oder Onlineportale. Aber auch Tipps von erfahrenen Tourengehern sind hilfreich. Ideal eignen sich topographische Karten, die auch Hanglagen, Geländeformen, Steilheit und Höhenlinien beinhalten. Je mehr Informationen du aus der Karte herauslesen kannst, desto besser bist du vorbereitet!

Einstieg und Gipfelmahlzeit sind schnell geplant. Aber welche sind die Schlüsselstellen, Orientierungspunkte und Checkpoints entlang der Route? Knifflige und gefährliche Stellen zeichnest du am besten inklusive ungefährer Zeitangabe in deine Karte ein. So findest du sie im Gelände einfach wieder und kannst ihnen besondere Aufmerksamkeit widmen.

Tipps zur Route:

  • Digitale Karten und Informationen immer offline abspeichern! In den Bergen hat man nicht immer Handyempfang.
  • Ein einfacheres Alternativziel und Umstiegsmöglichkeiten einplanen! Man weiß ja nie, was die Natur bringt ...

Der Zeitplan

Genauso wichtig wie die Route ist beim Skitouren Planen der Zeitplan. Die meisten Tourenbeschreibungen beinhalten Zeitangaben, die ungefähre Richtwerte darstellen. Du kannst dir die Dauer deiner Tour aber auch selbst ausrechnen. 

Die Faustregel: Ein Tourengeher legt bei gemütlichem Tempo im Aufstieg rund 300 Höhenmeter pro Stunde zurück. Die Abfahrtszeit beträgt etwa ein Drittel der Aufstiegszeit. 

Natürlich richtet sich die tatsächliche Dauer einer Tour nach den aktuellen Verhältnissen sowie nach Kondition und Können der Teilnehmer. Für Materialwechsel wie das Auf- oder Abfellen und technisch anspruchsvolle Passagen sollte stets Zeit mit einberechnet werden. 

 Tipps zum Zeitplan:

  • Regelmäßige Pausen sind unverzichtbar für Konzentration und Leistungsfähigkeit – vor allem bei Skitouren mit der Gruppe.
  • Plane immer einen Zeitpolster für unvorhersehbare Verzögerungen ein!
  • Vorsicht bei Zeitangaben: Bezieht sich die angegebene Zeit auf den Aufstieg, oder ist die Abfahrt mitgezählt?

2. Die passenden Gruppenmitglieder wählen

Wenn du deine Skitour gemeinsam mit einer Gruppe planen möchtest, stellen sich folgende Fragen:

  • Ist das Tourenziel für alle Teilnehmer in Ordnung?
  • Weiß jeder, was ihn oder sie auf der Tour erwartet?
  • Sind alle Beteiligten den Anforderungen der Tour gewachsen?

Am besten werden alle Teilnehmer in die Tourenplanung einbezogen. 

Tipps zur Gruppen-Skitour:

  • Stellt sicher, dass die Kommunikation unter den Gruppenmitgliedern während der Tour durch Handys und/oder Funkgeräte gesichert ist!
  • Je weniger Teilnehmer, desto unkomplizierter die Durchführung der Skitour: Optimal sind vier Personen pro Gruppe.

3. Das Wetter kennen

Den Wetterbericht anzuschauen, ist leider nicht genug Vorbereitung, wenn es darum geht, eine Skitour zu planen. Da ist schon ein genauer Wetterlagenbericht inklusive Schnee-, Wind- und Lawinensituation nötig. Genaue Wetterdaten für Österreich liefert zum Beispiel die ZAMG

Betreffend Lawinen sind zusätzlich zur Gefahrenstufe auch die Gefahrenquellen und Gefahrenstellen zu beachten. Zudem muss ein Lawinenbericht richtig interpretiert und verstanden werden. Nur so kann man im Ernstfall schnell und angemessen reagieren. Unter www.lawine.at gibt's aktuelle Lawineninfos für die österreichischen Bundesländer.

Tipp: Beim Österreichischen Alpenverein erhältst du weitere Informationen zum Planen von Skitouren. Besonders praktisch: das vorgefertigte Planungsformular für Skitouren zum Ausfüllen.

4. Die richtige Skitouren-Ausrüstung

Für die perfekte Skitour ist die passende Skitouren-Ausrüstung gefragt. Folgendes gehört dazu:

  • Tourenski oder Freerideski mit spezieller Tourenbindung, angepasst an individuelles Können und Einsatzbereich
  • leichte Skitourenschuhe für Flexibilität beim Aufstieg und Stabilität bei der Abfahrt
  • Skifelle (Steigfelle) als haltgebende Hilfen beim Aufstieg
  • ein LVS-Set, bestehend aus LVS-Gerät (= Lawinenverschüttetensuchgerät), Lawinenschaufel und Sonde
  • ein Skitourenhelm
  • Skitourenstöcke, zur Unterstützung bei Aufstieg und Abfahrt
  • ein funktioneller Skitourenrucksack oder Lawinenrucksack
  • optional: Stirnlampe mit geladener Batterie, Erste-Hilfe-Material, Biwaksack und GPS-Gerät

Grundsätzlich gilt: Je länger und schwieriger die Tour, desto leichter die Skitouren-Ausrüstung.

Skitouren-Bekleidung von Martini Sportswear

Was die richtige Skitouren-Bekleidung anbelangt, muss diese besonders hohe funktionelle Anforderungen erfüllen – Stichwort: Hightech. Dein Glück! Bei Martini Sportswear findest du das ideale Outdoor-Outfit für deine perfekte Skitour.

Apropos Skitour planen: Wir kennen übrigens die schönsten Skitouren im Land Salzburg ... Jetzt entdecken!

 

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