Ein Blick hinter die Kulissen von Martini Sportswear

| Inside Martini Sportswear

Du wolltest immer schon wissen, wie dein Lieblingsteil von Martini Sportswear gefertigt wird? Welche Schritte nötig sind, damit aus einem Designvorschlag ein stylisches Outfit für die nächste Skitour wird? Vom Material-Sourcing über das Farbkonzept bis hin zur Produktion der Kollektion, ist es ein langer Weg. Wir sind ihn einmal mitgegangen und haben dabei mit Geschäftsführerin Lisa Moser-Hornegger gesprochen. 

Vom Entwurf bis zur Produktion der hochwertigen Funktionsbekleidung

Step 1: Material-Sourcing und Lap-Dip

Alles beginnt mit der Auswahl hochwertiger Funktionsstoffe, was im Fachjargon auch „Material-Sourcing“ genannt wird. Zu diesem Zweck stehen für die Kollektionsverantwortlichen bei Martini Sportswear mehrmals im Jahr Besuche auf den verschiedenen Trendmessen an, zum Beispiel Performance Days, MFS, ISPO oder Outdoor by ISPO, wo alle namhaften Aussteller ihre neuesten Trends und Innovationen präsentieren. Gleichzeitig finden dort auch viele Trendvorträge statt, die sich mit aktuellen Themen im Textilbereich auseinandersetzen, Vorschauen liefen und einen wichtigen Blick in die Zukunft geben.

 

„Es werden dort alle für uns interessanten Qualitäten, Neuheiten und Innovationen großzügig gesourct und gleichzeitig Stofflaschen, Technische Datenblätter und Preisangebote eingeholt."

 

Lisa Moser-Hornegger
Geschäftsführerin

Bei der Auswahl einzelner Stoffe sind diese Fragen besonders wichtig: 

·         Wie sehen die Materialien aus und wie ist die Performance?

·         Was sind die Trends?

·         Passt die Qualität zu den hohen Ansprüchen von Martini Sportswear?

·         Wie innovativ ist der Lieferant?

·         Verlässlichkeit der Lieferanten?

·         Kann man mit den Materialien auch eine gewisse Sortimentsbreite aufbauen?

·         Wie ist der Preis? Wie das Service und wie sind die Lieferzeiten geregelt?

Sobald das Material festgelegt ist, folgt die Bestellung von „Lab-Dips“. Das heißt: Die jeweiligen Stofflieferanten erhalten eine Liste der im Farbkonzept ausgewählten Pantone Nummern und erstellen dann ein Farbmuster im Originalstoff in jeder einzelnen Farbe.  

Die Experten bei Martini nehmen die Stoffmuster genau unter die Lupe und feilen so lange an der Farbgebung, bis das finale Muster feststeht.

Schon gewusst? Ein Lap-Dip ist ein Prozess, bei dem ein Stoffmuster einer Testfärbung unterzogen wird, um den exakten Farbton zu erzielen. 

Step 2: Das Farbkonzept

Ob Jacken, Hosen, Shirts oder Sweater, ob für Damen oder Herren, für den Sommer oder den Winter: Bevor an den Designs der neuen Kollektion gearbeitet wird, wird erst einmal das jeweilige Farbkonzept festgelegt. Das geschieht in gemeinsamer Absprache der Kollektionsverantwortlichen im Haus und unserem externen Designbüro.

 

„Wir orientieren uns natürlich an den allgemeinen Farbtrends, prüfen aber gleichzeitig ob die Farben auch kommerziell genug sind und in die für unser Design so typische, sportive Farbwelt passen. Berücksichtigt werden auch die Kombinationsmöglichkeiten. Und wenn das alles klar ist, dann wird das Konzept fixiert.“

Lisa Moser-Hornegger
Geschäftsführerin

Step 3: Das Briefing – sportiv, klassisch oder reduziert?

Im dritten Schritt – dem Briefing – legt man den Umfang der Kollektion fest, beschreibt jedes geplante Produkt und gibt die Richtung vor, wie die Kollektion insgesamt ausschauen soll. Ob eher sportiv, klassisch oder reduziert im Design? Mit diesem Wissen fängt die Designerin nun an, zu zeichnen. 

Step 4: Die Designphase

An das Briefing schließt die Designphase an. Martini Sportswear arbeitet schon seit vielen Jahren eng mit einem externen Designbüro zusammen. Das gegenseitige Verständnis, zu wissen, wie das Briefing zu interpretieren ist, dass ist eine ganz wichtige Voraussetzung, um am Ende der typischen Martini Designsprache zwar treu zu bleiben, den Wiedererkennungswert sicherzustellen aber trotzdem coole, neue und innovative Designs zu kreieren.

 

Was folgt, ist ein langer Prozess, der von vielen kritischen Experten-Augen und einem regen Austausch begleitet wird und mit zahlreichen abgeänderten Zeichnungen verbunden ist.

Step 5: Das Tech-Pack

Das Design steht fest – und was nun? Zuerst werden die Styles fixiert, die Modelle aufgenommen, angelegt und eine Artikelnummer vergeben. Schließlich wird ein Tech-Pack  erstellt. Darin ist genau beschrieben, wie das Produkt zu fertigen ist. Aus dem Tech-Pack  entsteht wiederum eine „BOM“ (BILL OF MATERIAL).

Step 6: Die Prototypen

Die Zeichnungen werden nun an die Produktentwicklung übergeben. Der Produzent, der das jeweilige Modell übernimmt, wurde bereits im Vorfeld festgelegt. Nach Erstellung der Maßtabellen werden nun die Entwürfe, gemeinsam mit den Tech-Packs an die jeweiligen Produzenten übermittelt, welche dann im Zeitraum von idealerweise 4 bis maximal 6 Wochen die ersten Prototypen entwickeln müssen – egal ob eine Primaloftjacke für Skitouren, ein Midlayer, eine Hose oder ein Accessoire.

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Gut zu wissen:

  • Der erste Prototyp muss aus dem Originalmaterial gefertigt sein, die Farbe ist hier noch nicht relevant. Der Grund: Der erste Proto gilt erst einmal als Grundgerüst, um zu sehen, ob Passform und Design richtig umgesetzt wurden. Danach werden die Fehler kommentiert und an den Produzenten übermittelt
  • Was folgt ist der zweite Prototyp. Dieses Muster muss jetzt sowohl in der Originalfarbe, als auch mit dem richtigen Zubehör gefertigt sein, muss bedruckt sein und die Paßform muss stimmen.
  • Erfolgt die Freigabe, geht die Kollektion in die SMS-Produktion (Salesman-Sample-Produktion). Was das genau bedeutet? Es werden komplette Kollektionen für die jeweiligen Vertriebspartner angefertigt, die dann später dem Handel präsentiert werden.

Step 7: Die Musterkollektion

Im nächsten Schritt stehen Vertrieb und Verkauf im Fokus. Die Kollektionen sind fertig und werden zunächst einmal unserem internen Vertriebsteam präsentiert und im Detail erklärt. Danach folgt ein 2-tägiges Vertriebsmeeting bei uns im Haus, wo allen Vertriebspartnern die Kollektion bis ins kleinste Detail erklärt und präsentiert wird. Danach wird die Kollektion übergeben und steht für die Präsentation und den Verkauf an die Händler bereit. 

Fast zeitgleich finden schon wieder interne Modellbesprechungen statt, wo auch erste Feedbacks aus Vertrieb und Verkauf sowie Inputs von Produkttestern einfließen. Die einzelnen Produkte werden noch einmal im Detail auf Richtigkeit und perfekte Passform geprüft.  

 

Das daraus resultierende Pre-Production Sample ist sozusagen die Vorlage für die Produktion. Meist werden zwei Konfektionsgrößen produziert, um Sprungwerte optimal kontrollieren zu können.

Step 8: Jetzt geht’s ans Eingemachte: die Produktion

Die Produktion startet. Das Produktionsvolumen setzt sich zusammen aus den fixen Vororder Aufträgen unserer Händler, aus dem Lagermengen, die wir für die Nachbestellungen unserer Händler bereithalten sowie aus den Sortimenten, die für den eigenen Shop und unseren Online Shop eingeteilt werden.

Vom ersten Schritt – dem Material-Sourcing – bis zu dem Zeitpunkt wo das Produkt im Shop hängt, dauert es insgesamt etwa 16 Monate.

Doch dieser lange Produktionsweg lohnt sich. Schau dir gleich die aktuelle Winterkollektion für Herren und Damen an, und überzeuge dich von der 1A-Qualität der Funktionsbekleidung von Martini Sportswear!

 

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